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Anstatt Abfackeln: Erdlbegleitgas als Rohstoff nutzen

Bei der Erdlfrderung fllt stets ein Gas als Nebenprodukt an. Derzeit wird es verbrannt oder abgeblasen. Dabei gelangen das klimaschdigende Methan und Schadstoffe wie Schwefelwasserstoff und Schwermetalle in die Atmosphre. Stattdessen liee sich das Begleitgas als Rohstoff fr die chemische Industrie nutzen. Gereinigtes Gas kann zudem in Blockheizkraftwerken elektrische Energie und Wrme erzeugen. Wie Erdlbegleitgas sich abtrennen und nutzt lsst, steht in den Nachrichten aus der Chemie.

Erdlbegleitgas ist bei hohem Druck im Erdinneren im Erdl gelst und entweicht whrend der Frderung des ls. Das Gas besteht typischerweise aus Methan, Kohlenstoffdioxid, Stickstoff, weiteren Komponenten wie Aromaten und Spuren von Schwermetallen. Weltweit wurden im Jahr 2011 zirka 140 Milliarden Kubikmeter Erdlbegleitgas abgefackelt das entspricht so viel Kohlenstoffdioxid wie 77 Millionen Autos pro Jahr emittieren. Klimaschdigend wirkt zudem das Treibhausgas Methan, das beim Abblasen in die Luft gelangt. Umweltfreundlicher und wirtschaftlich sinnvoller wre es, das Erdlbegleitgas energetisch und stofflich zu nutzen.

Nach Frderung aus dem Bohrloch wird Erdlbegleitgas vom Roherdl und Lagerstttenwasser abgetrennt und je nach Verwendung gereinigt. Daraufhin ist die technisch einfachste Verwertung, aus dem Gas in einem Blockheizkraftwerk elektrische Energie und Wrme zu erzeugen. Eingespeist in das rtliche Energienetz lsst sich das gereinigte Erdlbegleitgas zudem fr Heizung und Warmwasser verwenden. Fr die stoffliche Nutzung kann das im Gas enthaltene Kohlenstoffdioxid mit der trockenen Methanreformierung zu Synthesegas umgesetzt werden. Aus diesem kann die chemische Industrie dann Folgeprodukte herstellen.

Julian Zenner, Gunter Hrdt und Volkmar M. Schmidt erlutern in den Nachrichten aus der Chemie, welche Schritte das Erdlbegleitgas vom Bohrloch bis zur Verwertung durchluft, und welche Mglichkeiten es derzeit zur energetischen und stofflichen Nutzung gibt. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der Nachrichten aus der Chemie unter nachrichten@gdch.de.

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