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Biogas: Forschungsprojekt erkundet ungenutzte Potenziale von Anlagen

Der Mix machts: Je nachdem, mit welchen Materialien die Anlagen wie gefttert, durchmischt und gefahren werden, fllt die Biogas-Ausbeute sehr unterschiedlich aus. Drei Jahre lang vergleicht die Universitt Hohenheim in Stuttgart Betriebsweise, Ausbeute und Verluste von Biogasanlagen, identifiziert Best-Practice-Beispiele, entwickelt Standards zur Anlagenbeschreibung und formuliert Verbesserungsvorschlge fr Praxis und Politik. Das Bundesministerium fr Ernhrung und Landwirtschaft (BMEL) frdert das Vorhaben mit 344.000 Euro ber seinen Projekttrger - die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR). Damit zhlt das Projekt zu den Schwergewichten der Forschung der Universitt Hohenheim.

29.000 Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugten Deutschlands 8.000 Biogasanlagen 2014. Das waren 56 Prozent des bundesweiten Stromverbrauchs von 524.000 GWh. Aber es werden derzeit kaum noch neue Anlagen gebaut. Der Verkauf von Biogasstrom erfolgt zuknftig ber Ausschreibungen.

Das Potenzial der bestehenden Anlagen ist noch lngst nicht ausgereizt, erklrt Dr. Hans Oechsner von der Landesanstalt fr Agrartechnik und Bioenergie der Universitt Hohenheim. Unser Projekt soll vorbildliche Betriebsweisen identifizieren, ber die sich die Effizienz erhhen lsst, damit sich ihr Betrieb weiterhin lohnt.

Dazu legt die Universitt Hohenheim eine groe Messkampagne auf. Darin untersucht sie im Verbund mit drei Projektpartnern bundesweit anhand einer Stichprobe von insgesamt 60 Biogasanlagen, wie wirtschaftlich und kologisch sie arbeiten.

Biogas-Standards sollen sich weiterentwickeln

Die bestehenden Biogasanlagen sind zum Teil sehr unterschiedlich aufgebaut. Wir haben verschiedene Ausgangsstoffe der Biogassubstrate, auerdem variieren Mischungsverhltnis und Durchmischung der Stoffe sowie Druck und Temperatur in den Biogasreaktoren, so Dr. Oechsner.

Die Forscher prfen, welche Technik die Anlagen benutzen und wie effizient sie arbeiten. Mit einigen Stellschrauben liee sich ihr Betrieb verndern und optimieren. Wir finden heraus, welche Anlagen bei der Gasausbeute in Menge und Qualitt vorne liegen.

Messkampagne ermittelt Effizienzpotenziale

Die Biogasforscher der Universitt Hohenheim ermitteln fr jede Anlage, wie die Substrate zusammengesetzt sind, welche Gas- und Strommenge produziert wird und an welchen Aggregaten Gasverluste auftreten.

Darber hinaus berechnen wir mit Modellrechnungen, wie weit die produzierte Gas- und Strommenge und die aus dem Input-Substrat theoretisch zu produzierenden Mengen auseinander liegen, erlutert Benedikt Hlsemann, ebenfalls von der Landesanstalt fr Agrartechnik und Bioenergie der Universitt Hohenheim.

Daraus ermitteln wir, wie wirtschaftlich und kologisch effizient die Anlagen arbeiten. Schlielich vergleichen die Forscher die Daten aller Biogasanlagen, um besonders wirtschaftliche Anlagen zu ermitteln.

Forschungsergebnisse flieen direkt in Praxis ein

Im Rahmen des Projektes entwickeln die Forscher einheitliche Standards, um den Zustand von Biogasanlagen besser beschreiben zu knnen. Zwischenergebnisse und Verbesserungsmglichkeiten prsentieren sie bei mehreren Tagungen, damit die Betreiber sie unmittelbar in der Praxis umsetzen knnen. Es ist auerdem eine Broschre und eine Internetplattform mit den Daten vorgesehen.

Auch fr die Politik entwickeln die Biogasforscher konkrete Vorschlge. Wir mchten neue Standards formulieren, damit die Branche sich insgesamt weiterentwickeln kann, so Dr. Oechsner.

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