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Erdgas und Erneuerbare legen sprbar zu

Halbjahresbericht der AG Energiebilanzen: Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres eine Hhe von 6.882 Petajoule (PJ) beziehungsweise 234,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) und lag damit um 0,8 Prozent hher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die positive Konjunkturentwicklung sowie die etwas khlere Witterung zu Beginn des Jahres begnstigten den Absatz von Minerallprodukten und Erdgas. Bei den erneuerbaren Energien fhrten gute Windverhltnisse und eine hohe Zahl von Sonnenstunden zu einer deutlichen Zunahme der Stromeinspeisungen.

Der Verbrauch von Minerall erhhte sich insgesamt um 2,6 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen vor allem die Kraftstoffe bei. Der Absatz von Dieselkraftstoff lag mit 6,5 Prozent im Plus, bei den Ottokraftstoffen gab es ein Plus von 2,5 Prozent und der Absatz von Flugkraftstoff erhhte sich um fast 8 Prozent. Auch die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie lagen deutlich im Plus. Zu Absatzrckgngen kam es dagegen beim leichten Heizl.

Der Erdgasverbrauch lag gut 3 Prozent hher als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr stiegen sowohl der Erdgaseinsatz fr die Wrmeversorgung wie auch die Nachfrage aus der Industrie. Die anhaltend gute Wettbewerbssituation und die Frderung der Stromerzeugung aus hocheffizienten KWK-Anlagen sorgten fr einen weiteren Anstieg des Erdgaseinsatzes in Kraftwerken.

Der Verbrauch an Steinkohle sank im ersten Halbjahr 2017 um 6,7 Prozent. Beim Einsatz von Steinkohle in Kraftwerken kam es, vorrangig infolge einer strkeren Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, zu einem Minus von 9 Prozent. Die Eisen- und Stahlindustrie reduzierte den Einsatz von Koks und Kohle nur leicht.

Der Verbrauch von Braunkohle erhhte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um knapp 3 Prozent. Die Zunahme ist auf eine verbesserte Kraftwerksverfgbarkeit gegenber dem Vorjahreszeitraum zurckzufhren. Die Stromerzeugung der Braunkohlenkraftwerke bewegt sich damit wieder auf einem mehrjhrigen Durchschnittsniveau. Bei der Kernenergie kam es wegen vernderter Revisionsplanungen zu einem Minus von 17,5 Prozent.

Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2017 um mehr als 6 Prozent. Trotz Dunkelflaute im Januar stieg die Stromeinspeisung aus Wind- und PV-Anlagen um 19 beziehungsweise 14 Prozent. Auch die Biomasse konnte ihren Beitrag um 5 Prozent erhhen. Dagegen war die Stromerzeugung aus Wasserkraft um 18 Prozent niedriger als im Vorjahr.

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